Bert litt von Geburt an an einem sogenannten Spreizbein. Bei einem Spreizbein steht das Bein seitlich vom Körper ab, anstatt sich unter dem Körper zu befinden. Somit ist das Aufstehen und Laufen nicht möglich.
Wir haben Bert aufgenommen und in einer Spezialklinik operieren lassen.
Nach der Operation lebte Bert unter strenger Beobachtung bei uns zu Hause. Wir haben mit ihm die ersten Gehübungen gemacht und es war so schön zu sehen, wie aufregend und schön er es fand, auf einmal die Welt erkunden zu können.
Je sicherer Bert auf seinem operierten Bein wurde, desto anhänglicher wurde er - und folgte uns irgendwann auf Schritt und Tritt, wenn wir uns in seinem Zimmer aufhielten.
Wir erzählten Bert, dass er nur noch wenige Wochen durchhalten müsse. Und er dann - wenn die Temperaturen wieder wärmer würden - in den offenen Taubenschlag ziehen und Freundschaften mit den anderen Tauben schließen könne.
Wir konnten es kaum erwarten, diesem lebensfrohen und liebenswerten Täubchen die Freiheit schenken zu dürfen.
Doch dann wurde Bert stiller. Lief nicht mehr so viel herum. Und wirkte aufgeplustert. Wir fuhren sofort zum Tierarzt... und dort stellte man per Röntgenbild fest, dass ein Tumor auf den Darm drückte.
Wir hatten keine andere Wahl, als Bert für immer einschlafen zu lassen.
Doch Bert bleibt unvergessen.
Und sein Schicksal hat uns nur noch mehr gezeigt, dass es jedes Leben wert ist, dass man darum kämpft.
Wir lieben dich, Bert.